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17.11.2016 - Bildung und Lesen

Ehrenamtliche lotsen in und durch die Vobü

Nicht nur die neue Innenstadt-Volksbücherei (Vobü) in der Neuen Mitte verzeichnet seit ihrer Eröffnung einen wahren Besucheransturm. Auch in der Hauptstelle in der Fronmüllerstraße stellt Leiterin Christina Röschlein seit gut eineinhalb Jahren einen verstärkten Andrang fest. Denn seit Anfang 2015 kommen vermehrt Flüchtlinge vorbei, die möglichst schnell die fremde Sprache lernen wollen. „Die Nachfrage nach Büchern zum Thema ‚Deutsch lernen‘ ist stark gestiegen“, berichtet sie. „Engagierte Menschen aus der Flüchtlingshilfe fragen zudem nach Wörterbüchern etwa in Farsi/Dari, Oromo oder Tigrinya – Sprachen, von denen wir selbst vorher noch nie gehört hatten“, sagt die Vobü-Leiterin.

Rund 300 neue Medien zum leichteren Deutsch-Lernen konnte die Vobü dank einer 4000-Euro-Spende der Flüchtlingshilfe anschaffen. Sogenannte „Vobü-Lotsen“ sollen sie den Nutzern nahe bringen. Bürgermeister Markus Braun, Ute Zimmer vom FZF und Vobü-Leiterin Christina Röschlein (v. li.) stellten die neue Kooperation vor. Foto: Wunder

Dank einer Spende in Höhe von 4000 Euro von der Fürther Flüchtlingshilfe konnte die Vobü nun auf diese gestiegene Nachfrage reagieren. Etwa 300 neue Medien zum Spracherwerb stehen jetzt in den Regalen: Wörterbücher mit und ohne Bilder, Sprachkurse mit CDs, Altlanten, Bücher in leicht verständlicher Sprache sowie Bilder- und Wimmelbücher für die Kleinen.

Weil aber nicht alle Flüchtlinge den Weg zur Bücherei selbst finden, sucht das Freiwilligen Zentrum Fürth (FZF) im Rahmen einer Kooperation mit der städtischen Einrichtung sogenannte „Vobü-Lotsen“. Ihre Aufgabe: die Flüchtlinge von ihren Unterkünften in die nächste Filiale zu begleiten. Dort wird in einer Führung die Volksbücherei als ruhiger Ort mit vielen Lernmöglichkeiten gezeigt und auch die Buchausleihe erklärt. Die Rolle der VoBü-Lotsen sei, so Röschlein, die Menschen zu unterstützen, die Bibliothek zu nutzen, für dieses Thema Ansprechpartner zu sein. Und ihnen so die Möglichkeiten der Einrichtung nahe zu bringen als Ort der Bildung, Erholung und Lernmöglichkeiten. „Viele, die im Lärm und in der Enge der Gemeinschaftsunterkünfte leben, schätzen zum Lernen die Ruhe in der Bücherei, surfen im Internet oder stöbern in den für sie vorgesehenen Büchern und Zeitschriften“, haben Röschlein und ihre Mitarbeiter beobachtet.

Weiteres Aufgabenfeld der Lotsen: Bücherkisten, die die Mitarbeiter der Vobü speziell für Flüchtlinge oder deren Kinder zusammenstellen, direkt in die Unterkünfte, in Kitas oder Schulen befördern und nach Ablauf der Leihfrist wieder abholen.

Als reinen Hol- und Bringdienst möchte Ute Zimmer vom Freiwilligenzentrum die Tätigkeit allerdings nicht interpretiert wissen. „Sie sollen die Medien auch mit den Flüchtlingen durchsehen, mit ihnen reden und ihnen so die Sprache vermitteln“, erklärt sie.

„Lesen lernen und Deutsch verstehen – das ist der zentrale Schlüssel zur Integration“, lobt Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun das Projekt und unterstreicht, dass „die Bibliotheken dabei eine wichtige Rolle spielen.“ 

 

Das FZF sucht noch Helfer für das Projekt „Vobü-Lotsen“. Sie können sich unter der Rufnummer 217 47 82 oder per Mail an post@freiwilligenzentrum-fuerth.de melden.

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