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11.1.2017 - Stadtnachricht

Hervorragende Voraussetzungen für Fürth

Fürth geht mit ordentlich Rückenwind in das Jahr 2017. Viele Zahlen sind so positiv, dass Oberbürgermeister Thomas Jung bei seinem traditionellen Pressegespräch zum Jahresbeginn gar von einem "kleinen Wirtschaftswunder in der Ludwig-Erhard-Stadt" sprechen wollte.

Anlass dafür geben zum Beispiel die Nachrichten vom Arbeitsmarkt. So lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 5,5 Prozent und damit um 9,3 Prozent niedriger als zum Jahresende 2015. „Ein Wert, den ich vor sieben Jahren als das Quelle-Aus durchschlug und fast zwölf Prozent Fürtherinnen und Fürther ohne Beschäftigung waren, nicht für möglich gehalten habe“, erklärte Jung. Auch beim Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Jobs nehme Fürth mit 6,4 Prozent in der Metropolregion eine Spitzenposition ein.

Positiv seien auch die Daten aus der Wirtschaft. Beim Bruttoinlandsprodukt nach kreisfreien Städten und Landkreisen könne die Stadt Fürth mit 5,8 Prozent die höchste Steigerungsrate in Nordbayern verzeichnen. „Für unsere Voraussetzungen ein starker Wert“, so Jung. Und die Fürther Traditionsunternehmen investierten im  vergangenen Jahr weiter am Standort wie die Beispiele Norma und uvex im Fürther Westen zeigten. Hinzu kämen Neuansiedler wie der weltweit tätige Automobilzulieferer Swoboda, der 2016 ein hochmodernes, rund 2000 Quadratmeter großes Werk für Hightech-Werkzeuge im Golfpark Atzenhof in Betrieb nahm, oder das Landesamt für Statistik, das zum 1. Oktober offiziell von München nach Fürth gezogen ist.

In diesem Zusammenhang betonte das Stadtoberhaupt, dass die positiven Zahlen nicht in erster Linie der Rathauspolitik zu verdanken seien. Auch wenn es gelang, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, hätten die Zusagen und finanziellen Hilfen der bayerischen Staatsregierung nach dem Quelle-Desaster und die anhaltende gute Konjunkturlage einen entscheidenden Beitrag geleistet. Ebenso wie die Fürther Firmen, Betriebe und Dienstleister mit ihren "tüchtigen Belegschaften" durch ihren Fleiß und ihre Leistungsbereitschaft.

Dass der OB ein sehr positives Fazit über das Jahr 2016 zog, lag aber auch an vielen anderen Bereichen wie den Fortschritten bei der Revitalisierung der Innenstadt oder der Kinderbetreuung und Bildung. Bei ersterer sei sicher neben der Sanierung des Carré Fürther Freiheit die Beendigung der zehn Jahre währenden und frustrierenden Hängepartie um das City Center zu nennen. „Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben“, bekannte Jung.

City-Center

Neuanfang für das City Center: Aktuell wird noch am Nutzungskonzept gefeilt, dann sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Foto: Mittelsdorf

Als den für ihn persönlichen größten „Hit“ bezeichnete er die Eröffnung der Innenstadtbibliothek Carl Friedrich Eckart Stiftung mit ihrer Dachterrasse, die die Bevölkerung bestens angenommen und der Volksbücherei rund 1500 Neuanmeldungen beschert habe. Aber auch der Ausbau des Betreuungsangebots für Drei- bis Sechsjährige durch die Eröffnung der "Villa Kleeblatt" in der Angerstraße mit ihren 98 Plätzen und des ersten Fürther Waldkindergartens, die Inbetriebnahme von drei neuen Spielplätzen und der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Rosenschule hätten  für eine Aufwertung der Lebensqualität gesorgt.

Die stabile Haushaltssituation, die Tatsache, dass zum sechsten Mal in Folge ein ausgeglichener Etat ohne Netto-Neuverschuldung verabschiedet und dazu noch der Schuldenabbau in Höhe von sieben Millionen Euro gestemmt werden konnte, veranlasst OB Jung – wie er formulierte – mit Zuversicht die großen Aufgaben in den kommenden Jahren anzugehen. Dazu zählten zum Beispiel die Schaffung von sozialem Wohnraum – 200 Einheiten sollen heuer entstehen –, die Sanierung von Straßen und Brücken, die Realisierung wichtiger Schulprojekte, aufgrund der Anschläge notwendige höhere Ausgaben für Sicherheitskonzepte oder die Integration von Flüchtlingen.

„Die Vorzeichen sind gut, dass es 2017 so weitergeht, wenn uns die politische Lage keinen Strich durch die Rechnung macht“, erläuterte er. Das Fürther Familienunternehmen Hoefer & Sohn erweitere in der Südstadt, der Innenstadthandel erhalte einen weiteren Impuls durch den Umbau des ehemaligen Commerzbankgebäudes. Zudem bekomme Fürth das erste "Welthaus" der Metropolregion. Die Eröffnung von Hotel und Restaurant "Schwarzes Kreuz" und der Beginn der Umbauarbeiten der Traditionsgaststätte "Grüner Baum" stärkten die zuletzt etwas gebeutelte Gastro-Szene.

Hoffnung setzt Jung in die Änderung des Bebauungsplan 001 für die Gustavstraße, der 2017 rechtskräftig werden soll. Ziel sei es, eine neue baurechtliche Grundlage für die beliebte Kneipenmeile und einen Beitrag zur Beilegung des dort seit Jahren schwelenden Lärmstreits zu schaffen.

Fünf Jahre Uferpromenade

Die 2007 eingeweihte Uferpromenade hat deutlich zur Attraktivitätssteiegrung beigetragen. Archivfoto: Erich Malter

Weitere Meilensteine in diesem Jahr seien der Beginn des Baus der Feuerwache, die Sanierung der Hirschenstraße – eine der zentralen Verkehrsverbindungen in der Innenstadt –, die Inbetriebnahme des Julius-Hirsch-Zentrums am Schießanger und der Startschuss für die Neugestaltung von Plätzen und Grünanlagen wie am Helmplatz oder des Raums rund um die Hornschuchpromenade. Gerade dort träfen viele Interessen aufeinander, die mit einem mindestens ein Jahr lang währenden Erörterungsverfahren gesammelt, gebündelt und kanalisiert werden sollen.

Last but not least gebe es 2017 zwei Ereignisse, auf die die Stadt stolz sein könne, da sie zu einer erheblichen Attraktivitätssteigerung Fürths beigetragen haben: die Uferpromenade und das Fürthermare – zwei nachhaltige Projekte aus dem Jubiläumsjahr – feiern 2017 ihr zehnjähriges Bestehen.

 

 

 

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