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27.7.2016 - Wirtschaft

Kein Stillstand bei Stadtentwicklung

Bei der zukünftigen Stadtentwicklung steht Fürth vor einem Scheidepunkt. Das erläuterte Oberbürgermeister Thomas Jung dieser Tage bei einem Gespräch mit Pressevertretern. In den vergangenen 14 Jahren habe das Hauptaugenmerk seiner Arbeit und das der Stadtverwaltung auf der Innen- und der Südstadt gelegen. Nun gebe es eine Zeitenwende. Denn im Süden, so der Rathauschef, stehe mit der Bebauung des früheren Geländes der Tucher-Brauerei der Abschluss des letzten großen Entwicklungsschritts bevor. Und auch im Kernbereich der Kleeblattstadt sei ein Wendepunkt erreicht. "Der Bau der Feuerwache ist planerisch abgeschlossen und für die letzte harte Nuss, die es zu knacken galt – die Wiederbelebung des maroden City-Centers – zeichnet sich eine Lösung ab", erklärte Jung. Deshalb richte sich nun der Blick vor allem in Richtung Osten und Westen.

Das Areal an zwischen der Gebhardtstraße und der Bahnlinie zählt in den kommenden fünf Jahren zu den Entwicklungsschwerpunkten in Fürth. Foto: Mittelsdorf

Das Areal an zwischen der Gebhardtstraße und der Bahnlinie zählt laut OB Jung in den kommenden fünf Jahren zu den Entwicklungsschwerpunkten in Fürth. Foto: Mittelsdorf

Aufbruch im Osten

Eine ganz zentrale Rolle spiele in den nächsten fünf Jahren das Areal zwischen der Gebhardtstraße und der Bahnlinie. Hier herrsche geradezu eine Aufbruchsstimmung. Nach der Ansiedlung des Pioniers iba AG mit seinem futuristischen und städtebaulich Akzente setzenden Gebäude und der Eröffnung des Metroplex-Kinos seien mit dem Startschuss für den Bau eines neuen Hotels und der neuen Firmenzentrale des Sicherheitsdienstleisters Arndt schon wichtige Weichenstellungen erfolgt.

Da auch alle weiteren Flächen vergeben seien, rechnet der Fürther OB damit, dass hier ein deutlicher wirtschaftlicher Aufschwung erfolgt und zahlreiche, wertvolle Arbeitsplätze entstehen. Um den Parkraumdruck in dem gesamten Quartier zu entlasten, plant die Stadt nach seinen Angaben ein Parkhaus mit etwa 400 Stellplätzen, das sich durch eine begrünte Fassade und eine für eine Freizeitnutzung vorgesehene Dachterrasse auszeichnen soll.

Der 40 000 Quadratmeter große Standort der früheren Norma-Hauptverwaltung soll in Zukunft für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden. Archivfoto: Mittelsdorf

Der 40 000 Quadratmeter große Standort der früheren Norma-Hauptverwaltung soll in Zukunft für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden. Archivfoto: Mittelsdorf

Neues urbanes Leben

Dieses liefere wiederum nach seiner Fertigstellung im Jahr 2019 die Voraussetzung dafür, dass in den Folgejahren mit der Sanierung des gesamten öffentlichen Raums rund um die Hornschuchpromenade und die Königswarterstraße begonnen werden könne. Eine Neugestaltung, die alle Grünanlagen, Fuß- und Radwege sowie Straßenzüge umfassen und für ein neues urbanes Lebensgefühl sorgen soll.

Das gilt laut Jung auch für das Gebiet östlich der Jakobinenstraße bis zur Stadtgrenze, wo die sogenannte Wissenschaftsmeile Nürnberg-Fürth mit Wohnraum für Studenten im Entstehen ist. Ein wichtiges Ziel bleibe dabei auch der Erhalt des sich dort befindlichen historischen Lokschuppens.


1000 Arbeitsplätze

Den zweiten Schwerpunkt für die künftige Stadtentwicklung sieht Jung im Westen. "Das  Gewerbegebiet Hardhöhe füllt sich mehr und mehr", berichtete er. Die Naturkostkette ebl habe dort bereits seit einiger Zeit ihren Firmensitz und einen großen Fachmarkt eröffnet und der Lebensmittel-Discounter Norma mit 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die brandneue Hauptverwaltung bezogen. "Bis 2020 werden auf dem Areal bis zu 1000 Menschen Beschäftigung finden", ist der OB überzeugt.


Dringend benötigter Wohnraum

Durch den Umzug des Fürther Traditionsbetriebs eröffnete sich auch die Möglichkeit, den 40 000 Quadratmeter großen Norma-Altstandort zwischen Würzburger Straße, Hansastraße und Ruhsteinweg einer Neunutzung zuzuführen. Geprägt werde das Stadtbild im Westen in Zukunft durch ein Bürogebäude der Firma Uvex entlang der Würzburger Straße und einen attraktiv gestalteten Übergang, der die beiden Unternehmensstandorte links und rechts der Hauptverkehrsader verbindet, so Jung. Der weitaus größere Teil der Flächen soll für sozialen Wohnungsbau genutzt werden. Das Evangelische Siedlungswerk (ESW) werde insgesamt etwa 250 Wohneinheiten schaffen, davon 200 für Menschen mit schwächeren Einkommen und 50 günstige Einfamilienhäuser.

Dringend benötigter Wohnraum wird nach aktuellem Kenntnisstand des OBs auch an einer Stelle entstehen, an der seit den 1950er Jahren eine Tankstelle das Stadtbild an der Würzburger Straße und Billinganlage prägte. Da der Mineralölkonzern Shell den Pachtvertrag nicht verlängerte, soll das Grundstück verkauft werden. "Bis zu 80 Wohnungen könnten hier entstehen", schätzt Jung.

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